Semapedia.org

Eines der vielen Projekte, die heute beim 1. Österreichischen Wikiposium (Eine Zusammenfassung der Veranstaltung gibt’s auf heise online) vorgestellt wurden, ist Semapedia.org. Dieses Projekt versucht eine Verbindung zwischen Objekten der realen Welt und den Informationen, die sich in der Wikipedia über diese Objekte finden, herzustellen.

Das System ist denkbar einfach: Auf Semapedia.org kann man sich einen 2D-Barcode ausdrucken, der eindeutig einen bestimmten Wikipedia-Artikel identifiziert (z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Kaffee_Alt_Wien). Diesen “Tag” kann man dann einfach an das zugehörige Objekt in der realen Welt kleben (siehe Bild). Jerdermann der diesen Tag nun sieht, kann ihn mit einem Reader, den es für fast alle gängigen Handys gibt, auslesen und bekommt automatisch den zugehörigen Artikel angezeigt.

Links zwischen der physischen und der virtuellen Realität: Genial!

[Link]

Dani le Rouge über die Pariser Unruhen

Clichy sous bois

Auf Spiegel Online findet sich ein Interview, in dem Daniel Cohn-Bendit über die Unruhen in den Pariser Banlieues spricht. Dabei kritisiert er vor allem die Polizeieinsätze in den betroffenen Vororten.

Cohn-Bendit: Seit Nicolas Sarkozy die Strategie beendet hat, Polizisten einzusetzen, die im Stadtteil verankert sind. Sarkozy schickt nur noch Spezialeinheiten in diese Gegenden, die jeden kontrollieren. Dadurch gibt es hier schon seit Jahren eine Stimmung des Misstrauens und der Kontrolle. Diese vermischt sich mit der ohnehin in Form von hoher Arbeitslosigkeit oder Rassismus in der Polizei vorhandenen sozialen Sprengkraft.

Um die Unruhen zu beenden, so Cohn-Bendit, sei es der falsche Weg allein auf härtere Polizeieinsätze zu setzen.

Cohn-Bendit: Schnell greifen könnte eine ganz andere Polizeistrategie. Einige Städte haben etwa Mediatoren, die versuchen, die Atmosphäre langsam zu entspannen. Aber das würde eine starke Bereitschaft der Polizei zur Selbstkritik voraussetzen. Wenn man aber glaubt, dass sich der Gewalt nur mit einem härteren Auftreten begegnen lässt, muss ich warnen: Das ist ein Vabanquespiel. Die Polizei kann hart auftreten und die Krawalle unterbinden, aber die Gewalt kann morgen in Montpellier, Lyon oder Marseille ausbrechen.

[spiegel.de: “Ghettos, wie man sie in Deutschland gar nicht kennt”]

Sex im Weltall

‘Pregnancy in space is a real issue,’ said one report author, Prof Lawrence Palinkas of the University of Southern California in Los Angeles. ‘We have to think now about how to deal with sex in space. Astronauts are human. We have no authenticated stories of sex on missions so far, though there have been near things, I suspect.’

[The Observer: In deepest space, the earth really mustn’t move for you]

Big Brother Awards 2005, Di 25.10. Wien

Big Brother Awards 2005

Die Gala der Big Brother Awards findet dieses Jahr im Wiener Rabenhof Theater (3. Bezirk, Rabengasse 3) und BBA-üblich, bei freiem Eintritt statt. Der Saal hat begrenzte Kapazität, daher bitte beachten: Beginn 21 Uhr, Einlaß 20:30 Uhr. Der Termin ist heuer schon der Vorabend des Nationalfeiertags, also am 25. Oktober.

Die Nominierungen können schon jetzt bewundert werden. Partizipieren!

[Link]

Netzwerkallmende Vortrag, Mo 24.10. Wien

Armin Medosch, Autor des Buches “freie Netze” und freenetworks-
Vorreiter zu Gast im Wiener Museumsquartier.

Der Verein www.funkfeuer.at und 5uper.net laden zum Vortrag

Freie Netze, Geschichte und aktuelle Entwicklungen
Montag, 24.10.2005, 18:00
Museumsquartier, MQ21, bei 5uper.net
Eintritt frei

Armin Medosch (http://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Medosch) seines
Zeichens nach Autor, Journalist, Künstler und Mitbegründer von
Wireless London wird über Erfahrungen und aktuelle Entwicklungen der
freenetwork community berichten. Medosch war massgeblich am Aufbau
von wireless London beteiligt. Sein Buch “freie Netze”, das vom Heise
Server heruntergeladen [ftp://ftp.heise.de/pub/tp/buch_11.pdf] werden
kann ist das erste Werk über das Phänomen freier WLAN Netzwerke.

Partizipieren!

[via vibe.at]

Wer seinen Pass verliert…

… schützt seine Privatsphäre. Und das gilt nicht nur für Deutschland. Auch in Österreich hat man nur noch bis Ende nächster Woche Gelegenheit, einen RFID-losen Pass zu beantragen, mit dem man noch zehn Jahre lang visalos in die Vereinigten Staaten einreisen darf. Danach ist dies nur noch mit einem (evtl. verlängertem) alten Pass, bzw. einem neuen ePass erlaubt (Der Wiener Lloyd berichtete).

[CCC: Wer seinen Pass verliert …]

1. Österreichisches Wikiposium, Mo 7.11. Wien

Symposium über Wiki-Systeme und ihre Anwendung

Seit zehn Jahren gibt es freie Wissensdatenbanken im Internet, benannt nach dem hawaiianischen Wort für “schnell”. Dieses basisdemokratische Knowledge-Tool wird nun im Rahmen des ersten Österreichischen Wikiposiums in Wien gewürdigt.

Am 7. November im Tech Gate Vienna; Herbert Hrachovec, Franz Nahrada und Erik Möller inkl. Partizipieren! (Anmeldung)

[futureZone.orf.at: Das erste österreichische Wikiposium]

E-Voting in Estland

Am 16. Oktober wählt Estland landesweit und setzt dabei auf E-Voting – 21 Prozent wollen diese Option nutzen. Neben der einfachen Bedienbarkeit sticht eine besondere Funktion hervor – die Wähler können ihren Wahlwunsch beliebig oft ändern.

Dabei kritisiert der estnische Staatspräsident Arnold Rüütel an diesem System vor allem, dass durch die Möglichkeit zur Stimmänderung Nicht-Computer-Wähler nicht mehr mit den Internet-Benutzern gleichgestellt sind. Verfassungsrechtlicher Kleinkram! Meine Sorge dabei ist eher, dass durch ein solches System Wählerstimmen zum ersten Mal wirklich direkt käuflich sind. Jemand darüber nachgedacht?

[futureZone.orf.at: Estland wählt online]