In Europa! (5)

Chaos an der moldauisch-ukrainischen Grenze
Demonstranten in Tiraspol
Das neue, gemeinsam mit der EU und der OSZE ausgehandelte Zollabkommen zwischen der Ukraine und Moldawien, das seit 3. März in Kraft ist, untersagt den Transit von Waren aus der selbsternannten Republik Transnistrien in die Ukraine, wenn für diese keine Zollpapiere der Republik Moldova vorliegen. Bereits letzte Woche kam es deswegen zu chaotischen Zuständen an der moldauisch-ukrainischen Grenze.

Korrespondenten des Rumänischen und Ukrainischen Programms der Deutschen Welle berichten von chaotischen Zuständen an der Grenze. Derzeit sind am Grenzbahnhof Kutschurgany mehr als 1.500 Eisenbahn-Waggons gestoppt. Sie werden nicht über die Grenze gelassen, weil für sie die notwendigen Begleitpapiere des moldauischen Zolls fehlen. Eine ähnliche Situation ist auch in der Grenzsstadt Bendery zu beobachten.

Der transnistrische Präsident Igor Smirnow heizt indessen die Lage noch weiter an, indem er allen Händlern die um moldawische Exportgenehmigungen ansuchen, mit hohen Gefängnisstrafen droht. Auch die Friedensgespräche mit Moldawien liegen seit Dienstag still. Laut tiraspol.info haben heute 10000 Menschen in der Hauptstadt Transnistriens gegen die “Zollblockade” demonstriert. In Tiraspol hofft man traditionsgemäß auf die Hilfe Russlands.

[dw-world.de: Transnistrien setzt Friedensgespräche mit der Republik Moldau aus]
[tiraspol.info: Приднестровская столица митингует против таможенной блокады]