Die Tausend Augen des Dr. Mabuse

Ab 6. August werden 4 Züge der Wiener Linien (1 neuer U-Bahnzug, ein alter U-Bahn-Zug “Silberpfeil” und zwei Straßenbahnbeiwägen) mit Videoüberwachung ausgestattet. Damit gibt die Wiener Stadtverwaltung einem populistischen Sicherheitsdruck nach und investiert enorme Beträge in Maßnahmen, die schon in anderen Städten keine spürbare Verbesserung von Sicherheit oder Absenkung der Gesamtkriminalität brachten.

[via quintessenz]

Gegen die Vorratsdatenspeicherung

Kaum ist es der Community gelungen die Softwarepatentrichtlinie der Kommission zu verhindern (Dank an die Abgeordneten in Strasbourg!), gibt’s hier den nächsten Schwachsinn von der europäischen Exekutive!

Der Vorschlag von Justizministern und EU-Kommission zur Vorratsdatenspeicherung beinhaltet eine Verpflichtung von Telefongesellschaften und Internetprovidern, die Verbindungsdaten von Telefonaten, SMS, Internet- und E-Mailverkehr ihrer Kunden langfristig zu speichern. Eine solche Vorratsdatenspeicherung würde zeigen, wer mit wem telefoniert, wem er E-Mails oder SMS gesandt, welche Webseiten er besucht und sogar von wo aus er mit seinem Handy telefoniert hat. Dadurch würden die Überwachungsbefugnisse unverhältnismäßig erweitert, denn zu Überwachungsobjekten würden nicht nur verdächtige Kriminelle bzw. Terroristen sondern alle Internetnutzer/innen.

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Wardriving per Boot – Von Amsterdam ins Schwarze Meer

Netzaktivisten und Freunde des medien.KUNSTLABORs wollen versuchen mit einem Boot von Amsterdam in Schwarze Meer zu gelangen. Eine Reise quer durch Europa. Das Boot ist ein holländisches Plattboot das uns freundlicherweise zur Verfuegung gestellt wurde. […] Wardriving ist die Aufspuehrung von offenen Wireless LAN Netzen mit einem mobilen Computer. Bandbreiten teilen heisst Netze oeffnen und somit an einem freien Internet zu arbeiten! Bilder von dem Hackboat werden regelmaessig über GPRS und PacketRadio ins Netz geschickt und sind hier zu sehen.

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Chaosradio 104

Heute Abend ist es wieder einmal soweit. Das Thema heute: “Sicherheitswahn auf dem Prüfstand”.

Deutschland 2005. Wir befinden uns zwischen den Anschlägen von London und Bundestagswahl. Kaum waren die Opfer des schrecklichen Attentates geborgen, forderten konservative Politker eine Ausweitung der Videoüberwachung und aus Richtung der Ermittlungsbehörden werden die Rufe nach einer umfassenden Speicherung sämtlicher Telefon- und Internetverbindung laut. Der Datenschutz heißt plötzlich “Täterschutz” und alle bürgerlichen Freitheiten sollen “auf den Prüfstand”.

Wollen wir in einer vollüberwachten Gesellschaft leben und bringt eine allumfassende Beobachtung wirklich mehr Sicherheit? Welche technischen Maßnahmen können solche furchtbaren Terroranschläge verhindern? Verträgt sich Hi-Tech gegen Terror mit einer stabilen Demokratie?

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Upcoming Events

Am Donnerstag beginnt in Landgoed Velder ( 51.5545143 N / 5.3436764 E ) im Süden der Niederlande das “Woodstock der Hackerszene” What The Hack. Tim Pritlove liefert uns seine ersten Eindrücke.

What The Hack is a largely self-organizing outdoor hacker conference/event taking place on a large event-campground in the south of The Netherlands from 28 until 31 July 2005. Events such as WTH take place every 4 years, and have been described as ‘the Woodstock of the hacker scene’.

Vom 4. bis zum 8. August findet in Frankfurt dann die Wikimania 2005 statt. Das Programm findet sich hier.

Wikimania provides an opportunity to meet and talk with people at the forefront of the Wikimedia communities and wiki software development. Researchers and speakers will present studies and experiments on Wikipedia and other projects operated by the Wikimedia Foundation, on wiki culture and technology, and on the world of free knowledge.

Partizipieren!

Neue Netz-Technologien fast unbekannt

87 Prozent der US-Internet-Nutzer haben entweder noch nie davon gehört oder wussten nicht genau, was eigentlich Podcasts [selbst gemachte Radioprogramme zum Herunterladen im Abo-Modell] sind, 91 Prozent kannten den Ausdruck RSS [Really Simple Syndication – Format für die Kurz-Anzeige von Nachrichten oder Blogeinträgen in Websites] nicht bzw. konnten nicht sagen, worum es dabei geht.

Das mit den Podcasts versteh’ ich ja noch. Dass aber eine derart praktische Sache wie RSS nicht einmal von 10 Prozent der Netzuser gekannt wird, hat mich schon sehr erschreckt. Also Leute, dies lesen und dann verwenden!

[via futurezone.orf.at]