Gegner mundtot machen

Wenn die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr hinter einer Regierung steht, ändert diese einfach das Gesetz zu ihrem Gunsten. Hört sich doch irgendwie nach unterentwickelten Demokratien, aber keinenfalls nach Staaten der Europäischen Union an. Falsch gedacht!

Die Österreichische Bundesregierung versucht mit dem in der Nacht zum Donnerstag vorgestellten Gesetzesentwurf zum Hochschülerschaftsgesetz offensichtlich wieder einen ungeliebten Gegner, der idiotischen Reformen an den österreichischen Universitäten der letzten Jahre, mundtot zu machen: die Bundes-ÖH. Demnach soll künftig die Bundesvertretung nicht mehr direkt von den Studierenden sondern von den Universitäts- und Akademievertretungen der einzelnen Hochschulen gemäß der Mandatsstärke der Fraktionen gewählt werden.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! De Facto würde dies zu einer Umkehrung der Mehrheitsverhältnisse führen. Die ÖVP-nahe AktionsGemeinschaft hätte nach dieser Gesetzesänderung dann eine klare Mehrheit auf Bundesebene. Die ÖH bezeichnet dieses Vorgehen zurecht als “kalten Putsch”. [mehr bei science.orf.at]

Die ÖH hat ihre Homepage bereits der veränderten Situation angepasst!

Da müssen wir wohl wieder auf die Straße gehen!

Digitale Archivierung

Die Archivierung digitaler Daten ist ein Problem, das uns allen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch großes Kopfzerbrechen bereiten wird. Die Library of Congress versucht nun erste Lösungsansätze zu finden. [siehe futureZone.at]

Wenn man sicher sein möchte, dass man seine Daten auch in 20 Jahren noch aus dem Regal holen kann um etwas nachzusehen, schlage ich den Weg über den Drucker vor!