Dani le Rouge über die Pariser Unruhen

Clichy sous bois

Auf Spiegel Online findet sich ein Interview, in dem Daniel Cohn-Bendit über die Unruhen in den Pariser Banlieues spricht. Dabei kritisiert er vor allem die Polizeieinsätze in den betroffenen Vororten.

Cohn-Bendit: Seit Nicolas Sarkozy die Strategie beendet hat, Polizisten einzusetzen, die im Stadtteil verankert sind. Sarkozy schickt nur noch Spezialeinheiten in diese Gegenden, die jeden kontrollieren. Dadurch gibt es hier schon seit Jahren eine Stimmung des Misstrauens und der Kontrolle. Diese vermischt sich mit der ohnehin in Form von hoher Arbeitslosigkeit oder Rassismus in der Polizei vorhandenen sozialen Sprengkraft.

Um die Unruhen zu beenden, so Cohn-Bendit, sei es der falsche Weg allein auf härtere Polizeieinsätze zu setzen.

Cohn-Bendit: Schnell greifen könnte eine ganz andere Polizeistrategie. Einige Städte haben etwa Mediatoren, die versuchen, die Atmosphäre langsam zu entspannen. Aber das würde eine starke Bereitschaft der Polizei zur Selbstkritik voraussetzen. Wenn man aber glaubt, dass sich der Gewalt nur mit einem härteren Auftreten begegnen lässt, muss ich warnen: Das ist ein Vabanquespiel. Die Polizei kann hart auftreten und die Krawalle unterbinden, aber die Gewalt kann morgen in Montpellier, Lyon oder Marseille ausbrechen.

[spiegel.de: “Ghettos, wie man sie in Deutschland gar nicht kennt”]

Sex im Weltall

‘Pregnancy in space is a real issue,’ said one report author, Prof Lawrence Palinkas of the University of Southern California in Los Angeles. ‘We have to think now about how to deal with sex in space. Astronauts are human. We have no authenticated stories of sex on missions so far, though there have been near things, I suspect.’

[The Observer: In deepest space, the earth really mustn’t move for you]

Einfach Schreiben

Unnötig lange Wörter und ein komplizierter Schriftsatz verleiten Leser zu einer schlechten Meinung über die Intelligenz des Autors. Zu diesem Ergebnis gelangt eine amerikanische Forschergruppe um Daniel Oppenheimer. Demnach lassen sich Leser durch klare Worte und einen einfachen Zeichensatz stärker beeindrucken als durch ein ausgefeiltes Vokabular und ein überladenes Schriftbild.

[wissenschaft.de: Kurz und simpel wirkt schlauer als lang und kompliziert]

Avanti popolo …

Am Donnerstagabend erreichten seine angekündigten Attacken auf die italienische Regierung etwa elf Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 47 Prozent entspricht. Zur besten Sendezeit um 21:30 Uhr stellte der 67-jährige Celentano seine Show im ersten Programm des Staatsfernsehens RAI unter das Motto Pressefreiheit.

Jawoll! Beim Schockwellenreiter gibt’s die passende Musik dazu.

[netzeitung.de: Celentano: Medienzensur wie im Faschismus]

Scheiß Politik!

Der heutige Sonntag hat leider wieder ‘mal gezeigt, wie hoch das rechte Wählerpotenzial in Europa ist. In Wien erreicht die FPÖ, die in den letzten Wochen einen Wahlkampf geführt hat, der ausländerfeindlicher war als je der der Haider-FPÖ, einen Stimmenanteil von 15 Prozent. Und in Polen gewinnt ein Mann die Präsidentenwahl, der sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe ausgesprochen hat.

Das ist nicht mein Europa!

[derStandard.at: Strache punktet mit Anti-Ausländerwahlkampf]
[spiegel.de: Lech Kaczynski wird Polens neuer Präsident]