Geheimsache, bis 8.1. Wien

Bis heute glauben zahlreiche Lesben und Schwule, ihre sexuelle Orientierung, ihre Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner, ihre Freunde, geheim halten zu müssen. Auch die Zweite Republik brachte den Homosexuellen nicht die ersehnte Entdiskriminierung, ebenso wenig wie die Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus. Die Ausstellung mit dem Arbeitstitel „Geheimsache Leben“ selbst wäre noch vor 20 Jahren undenkbar gewesen.

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RMS kann singen?

RMS singt, Gilberto an der Gitarre

Ich mag es kaum glauben. Ich sitze hier in einem verwinkelten Haus in der Innenstadt von Tunis und habe gerade Richard Stallman und Gilberto Gil (Kulturminister on Brasilien und berühmter Artist) vor mir sitzen. Richard Stallman singt und Gilberto Gil spielt Gitarre und ich nehme Sequenzen auf Video auf.

Na darauf bin ich aber wirklich gespannt!

[netzpolitik.org: WSIS: Beindruckendes Free Culture Erlebnis]

Radiotipp: Chaosradio 108, Mi. 30.11. 22h00

In diesem Monat wird Chaosradio 10 Jahre alt und daher versuchen wir uns in der nächsten Sendung wieder mit der Metaebene: Die Digitale Dekade ist ein Rückblick auf 10 Jahre Technikkulturgeschichte und der Versuch, Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu fassen und in Kontext zu setzen. Mit von der Partie: Peter Glaser.

[Link & Livestream via Tim Pritlove]

Die ewige Angstmache der IFPI

Da heißt es auf derStandard.at: 150 heimische Tauschbörsen-User zahlen Schadenersatz an Musikwirtschaft. Aber nicht etwa, weil sie dazu verurteilt wurden, sondern …

Von den 275 Verfahren gegen österreichische Benützer von Internet-Musiktauschbörsen, die der Verband der österreichischen Musikwirtschaft IFPI Austria wie angekündigt eingeleitet hat, wurden bisher 150, größtenteils außergerichtlich beigelegt, wobei sich die ertappten Filesharer u. a. zur Zahlung von jeweils bis zu 5.500 Euro Kosten- und Schadenersatz verpflichtet haben.

Warum tun die das? Die im folgenden aufgeführten Rechtsgrundlagen sind ja hoffentlich nicht der Grund dafür!

Das Vorgehen gegen Downloader sieht die IFPI durch gerichtliche Grundsatzentscheidungen geklärt: So hat etwa in Österreich der Oberste Gerichtshof mit Urteil vom 26.7.2005 klar gestellt, dass Internetprovider bei Gesetzesverstößen zur Auskunft über Name und Adresse der User verpflichtet sind.

Unrelevant! … weiter:

Weiter habe eine einstweilige Verfügung des Handelsgerichts Wien bestätigt, dass bei der Teilnahme an Filesharing Urheberrecht verletzt wird.

Wow, eine “einstweilige Verfügung des Handelsgerichts Wien”. Scheiß mich an!

Ergänzend haben Gerichte in mehreren internationalen Verfahren entschieden, dass die Betreiber von Tauschbörsen für Urheberrechtsverletzungen auf ihren Netzen verantwortlich sind und haften (Grokster-Urteil des US Supreme Courts, Kazaa-Urteil in Australien, Kuro-Urteil in Taiwan und Soribada-Urteil in Korea).

Ist US-Recht bei uns gültig? Ist australisches Recht bei uns gültig? Ist taiwanesisches Recht bei uns gültig? Ist koreanisches Recht bei uns gültig? Nein, nein, nein und nochmal nein! Und selbst, wenn dies der Fall wäre. Da steht: “dass die Betreiber von Tauschbörsen für Urheberrechtsverletzungen auf ihren Netzen verantwortlich sind”. Welche Urheberrechtsverletzungen?

Die ewige Angstmache kotzt mich an. In diesem Sinne: Happy filesharing!

[derStandard.at: 150 heimische Tauschbörsen-User zahlen Schadenersatz an Musikwirtschaft]

ROBÖXOTICA – Festival für Cocktailrobotik, 16.-20.11. Wien

Die Roböxotica ist seit 1999 die weltweit erste und zwangsläufig führende Veranstaltung zum Thema Cocktail-Robotik. Das internationale Festival will einen radikalhedonistischen Blick auf die Zukunft der Vergangenheit und die Vergangenheit der Zukunft werfen. Mitwirkende aus aller Welt befreien die Roboter aus den sterilen Fabrikshallen und bieten dem/der BesucherIn einen stilvollen Überblick über die Entwicklungen im Bereich der technisierten Cocktail-Kultur.

Neben Ausstellung, Workshops und musikalischen Acts gibt es auch heuer wieder ein Symposium, das sich mit dem Themenbereich “Public Fiction” beschäftigen wird. Unter anderem soll diskutiert werden, wie Gesellschaft und Technik zu einem großen Teil auch von gemeinsam hervorgebrachten Fiktionen strukturiert werden. Praktiken der Technikentwicklung sind nicht von gesellschaftlichen Vorstellungswelten zu isolieren. Ein weiterer Aspekt ist die Entstehung neuer kooperativer Fiktionen durch die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung.

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[Link via Roland Gratzer per Mail, Danke!]