Wiener Spezialitäten

Leberäs'werbung

By golly, you are sick, sick people… ;) I wouldn’t even eat that stuff if it promised to give me the figure of the scantily-clad lady in the ad

Hier ist die Rede vom Käs’lerberkäs’, einer kulinarischen Spezialität, wie sie Wienerischer nicht sein kann. So wie die Käs’kainer: Als ob das Fleisch selbst noch nicht fett genug wär’, muss auch noch Käse hinein.

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Die Abrissbirnenfetischisten

Sofort abreißen!

Kaum ein Thema wird von den renomierten Medien momentan so unreflektiert behandelt, wie die Architektur. Da ruft Benedikt Erenz, offensichtlich noch berauscht von der Entscheidung zum Abriss des Palastes der Republik in Berlin, in der aktuellen Ausgabe der Zeit nach einem radikalen Umschwung der Abrissbirne. Zahlreiche Gebäude die in den 60ern und 70ern des letzten Jahrhunderts von den “Stalinisten” gebaut wurden, sollen, seiner Meinung nach, geschleift werden. Nicht etwa, weil in ihnen der Asbestteufel lauert oder sie leer stehen, sonden aus ästhetischen, nein eigentlich aus modischen Gründen. Anstatt die wenigen architektonisch einzigartigen Gebäude dieser Zeit zu schützen, sollen sie Neuen oder, wie in Berlin, Baulücken weichen.

Wie das Unilever-Haus in Hamburg, für das 1959/60 mit Ceausescu-Geste ganze Straßenzüge niedergewalzt wurden: Entstanden ist ein gewaltiges Loch im alten Gefüge der Straßen und Plätze, das bis heute die westliche Hamburger Innenstadt paralysiert.

Na dann lasst uns neue Löcher schaffen!

Moden ändern sich! Gebt diesen Gebäuden noch 20 oder 30 Jahre. Im Stahl-und-Glas-Einheitsbrei, der momentan in unseren Städten entsteht, werden sie wie Paläste erstrahlen!

[Die Zeit: Sofort abreißen!]

Illusion und Wirklichkeit, 26.2. – 18.6. Kunsthalle Krems

Eschers Relativität in Lego

Während der deutsche Künstler Adolf Luther (1938-1990) – ein Hauptvertreter der lichtkinetischen Kunst und Optical Art – in seinem bildnerischen Bestreben, das Unsichtbare sichtbar zu machen, faszinierende Ideen im Umgang mit Spiegeln, Hohlspiegeln, Glas und Linsen entwickelte, entführt der Niederländer Maurits Cornelis Escher (1898-1971) die Betrachter seiner komplexen Grafiken in eine phantastische Welt irrealer Architekturen und Landschaften.

Mit der Ausstellung „Illusion und Wirklichkeit“ wird die Kunst Adolf Luthers dem österreichischen Publikum erstmalig vorgestellt. Die letzte größere Schau mit Werken von M.C. Escher in Österreich liegt etwa 30 Jahre zurück, so dass auch hier von einer „Neuentdeckung“ Eschers gesprochen werden kann.

Partizipieren!

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Lemberger Kneipen/Tylko we Lwowie (mp3) (updated)

Platz in Lviv (Lemberg)

In einem Eurozine-Artikel beschreibt Boguslaw Bakula die Besonderheiten der Lemberger Kneipen vor dem 2. Weltkrieg anhand zahlreicher Anekdoten. Lesenswerter Artikel!

Um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert entstand in Lemberg ein besonderer Typ von Lokalen, deren Kunden Künstler verschiedener Profession, verschiedenen Alters und verschiedener Bedeutung waren. Solche Orte hatten ihre zahlreichen Liebhaber, zogen aber auch Snobs, manchmal gar die Halbwelt an. Es gab Künstlerkneipen, Malerkneipen, Literaten- und Musikerlokale. Auch gab es Lokale, in die die wissenschaftlichen Kreise gingen: ein heute unvorstellbares Phänomen.

Bei dieser Gelegenheit auch gleich die passende Musik dazu: Tylko we Lwowie (mp3) in einer Interpretation von Stasiek Wielanek. Kann mir vielleicht einer meiner polnischsprachigen Leser den Inhalt dieses Liedes erklären (Text & Noten)? Ich hab’s über die geniale TV-Dokumentation “Fremde Oder” von Helke Misselwitz gefunden, in der ein Mann voller Stolz auf seine alte Heimat, dieses Lied vorspielt.

Update: Jetzt weiß ich auch woher mir diese Melodie so bekannt vorkommt. Sie ähnelt sehr der der letztjährigen monochrom-Performance bei den Big Brother Awards “Lebensabend und Kontrolle” (Der Wiener Lloyd berichtete).

[Boguslaw Bakula, Eine Welt zwischen Wissenschaft und Kunst]

TV-Tipp: Hans Dampf kocht ab, Fr 17.2. 21h00 Okto

Hans Dampf in seiner Küche

Hans Dampf ist Deutschlands schrägster Fernsehkoch. Gut kochen können andere. Hans Dampf hantiert in Anzug und Fliege, im Malerkittel, im T-Shirt oder manchmal mit Perücke. Sein Outfit richtet sich ganz nach dem Gericht, dass er gerade zubereitet. Dies alles passiert im hauseigenen Kochstudio – seiner 9 qm großen Küche in Hamburg-Barmbek – in einer einzigen Kameraeinstellung.

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In Wien!

Diplomatie

In einem Wiener Außenringcafé. Ein Mann bestellt bei Hrn. Robert (Kellner) sein Frühstück.

Hr. Robert: Morgen!
Mann: Morgen! Eine Melange … und hams Ham and Eggs?
Hr. Robert: Ja, wieviele Eier sollnsn sein – ans, zwa, drei, fünfe, zehne?

Vorhang zu.