![]() Quelle: Радыё Свабода |
Einer derjenigen, die letzte Woche bei den Demonstrationen in Minsk verhaftet wurden ist der Publizist Andrej Dynko. Am letzten Donnerstag ist in der Frankfurter Rundschau einer seiner Texte aus dem Sammelband “Sarmatische Landschaften” erschienen: Reise ans Ende der Welt.
Larysa Linkievic, Bibliothekarin aus Kirau, hat eine Strahlendosis von 650 Becquerel pro Kilogramm abbekommen. Mehr als 200 hat Doktor Bandažeuski als lebensgefährlich bezeichnet. Das haben die Ärzte Larysa auch gesagt, haben ihr abgeraten, ein Kind zur Welt zu bringen, haben eine Abtreibung empfohlen. Sie hat nicht auf sie gehört. Ihre Tochter wächst und gedeiht, ist ein gesundes Mädchen, und auch Larysa ist gesund – sie war noch nie krank in ihrem Leben. Pilze? Beeren? “Essen wir natürlich!”, erzählt Larysa mit seltsamer Würde. Sie ist der Meinung, sie sei an die Strahlung “angepasst”.
Ein Portrait der Zeitung Ðаша Ðіва (“Unser Flur”), deren Chefredakteur Andrej Dynko ist, findet sich
in der FAZ. Interessant auch der Eurozine-Artikel “
Die Nation als Nebenwirkung der Opposition“, in dem Alexandre Billette und Jean-Arnault Derens auf das Verhältnis der weißrussischen Nation zur belarussischen Sprache eingehen.
Russisch bestimmt das öffentliche und gesellschaftliche Leben – jedenfalls in den Großstädten. Lukaschenko, dem auch immer wieder weißrussische Wörter in sein Russisch hineingeraten, erklärte unterdessen, dass es nur zwei Sprachen gebe, die den Bedürfnissen der modernen Welt entsprächen: Russisch und Englisch.
[Frankfurter Rundschau: Reise ans Ende der Welt]
[FAZ: Der Sprachdemonstrant]
[Eurozine: Die Nation als Nebenwirkung der Opposition]
[Eurozine: “Arche” Redakteur in Minsk verhaftet]



























