EAST erh, egg, 14. – 17.4. Wien (Fluc & Metalab)

Praterstern
Quelle: ringogoingo@Flickr

Morgen ist’s soweit! Trotz kleinerer organisatorischer Schwierigkeiten beginnt am Freitag der EasterHegg – dieses Jahr in Wien (Programm). Der ursprüngliche Plan, die ganze Veranstaltung im Fluc ablaufen zu lassen musste geändert werden, weil die Wanne (aka “der Bunker”) noch nicht soweit fertig ist (Bilder), um die beiden dort angestezten Tracks (Damen & Herren) in ihr stattfinden zu lassen. Glücklicherweise steht mit dem erst am Dienstag eröffneten Metalab (Bilder) eine wunderbare Ausweichlocation zur Verfügung.

Partizipieren!

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Jiddische Texte

Tevje der milchiger
Quelle: Universitätsbibliothek Frankfurt am Main

Auf den Seiten der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main finden sich etwa 800 jiddische Bücher aus den letzten fünf Jahrhunderten. Neben Klassikern wie Scholem Alejchems Tevje der milchiger (Übrigens mein Lieblingsbuch!) und religiösen Texten, finden sich in der Sammlung auch ganz praktische Fibeln wie Über die Pflichten der jüdischen Frau mit Anleitungen zum Umgang mit der Menstruation. Nur das hebräische Alphabet sollt’ man halt fließend lesen können! ;)

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Berlusconi ade! (updated)

Exit Poll
Quelle: laRepublica.it

Update: Oder doch noch nicht? Fast einen Tag nach Schließung der letzten Wahllokale gibt es noch immer kein Endergebnis. Wem Neuwahlen wohl helfen würden?

Update: Und dann hat’s also doch noch gereicht! Ob auch für eine stabile Regierung?

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Alte Karten: Post- u. Eisenbahn-Reisekarte 1852 (updated)

Ausschnitt der Karte
Quelle: Der Schockwellenreiter

Eine wunderbare Karte von Mitteleuropa und all seinen Bahnverbindungen im Jahre 1852 findet sich bei Euratlas. Interessant ist dabei auch die Fahrplan-Tabelle am unteren Rand der Karte (Wien-Berlin in 34 Stunden!).

Update: Und fast noch interessanter ist die “Fluß-Dampfschiffahrts-Tabelle” mit Verbindungen wie Wien-Constantinopel (240 Stunden).

[Link via Der Schockwellenreiter]

Sozialversicherungsnummern-Doktor


Quelle: quintessenz

Derweil breitet sich eine ganz und gar nicht auf Krankenschein behandelbare Krankheit in der Bevölkerung aus: die Legasthenie. Ein kleines Tool der quintessenz möchte ganz besonders dort helfen, wo nachlässige Schreibweisen und Zahlendreher durch Zufall korrekte Prüfziffern ergeben könnten.

Die österreichische Sozialversicherungsnummer wird zwar von einer Prüfziffer geschützt, aber schlampige Schrift (1~7, 3~8,5~9, usw…) oder verknotete GehWINDirnUNGEN können durch Zufall wieder korrekte Prüfziffern ergeben. Damit kann, ohne Datenabgleich mit den Sozialversicherungsträgern, der Fehler nicht mehr erkannt werden. Vor diesen hinterhältigen SVNR-Gendefekten möchte der quintessenzielle SVNR-Doktor warnen.

Auch wenn die Sozialversicherungsnummer nicht mehr dem Wohl des Betroffenen gilt, will man natürlich besonders gründlich sein. Unvorstellbar, was passiert, wenn das Datawarehouse der Marketingabteilung keine neuen Geheimnisse verrät, oder wenn der/die Kleine in Zukunft unbeschwert zu einem Vorstellungsgespräch gehen kann, weil die Datenverknüpfung der Schulnoten und Klassenbucheintragungen nicht klappt.

Weitere Anwendungen gesucht! ;)

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Kinotipp: ODESSA… ODESSA

Der lyrische Dokumentarfilm der Regisseurin Michale Boganim zeigt eine Reise von Odessa in der Ukraine nach „Little Odessa“ in Brooklyn/New York und nach Ashdod in Israel, wo die emigrierten Juden überraschender Weise als Russen definiert werden. Der Film zeigt die Geschichte einer einst einzigen Jüdischen Gemeinschaft, die heute auf drei Kontinente verstreut ist. Auf den Spuren der EmigrantInnen begegnet die Regisseurin außergewöhnlichen Lebensgeschichten, Lebenseinstellungen, Hoffnungen, Humor sowie Illusionen. Eine Reise durch verschiedene Zeiten und Orte bildet sich ab und zeichnet exemplarisch die Geschichte der Diaspora.

Ab Samstag im Wiener Topkino (Programm) und ab Sonntag in Graz.

[via BAOBAB Medientipp]

Keine Russen in der EU?

In der heutigen Ausgabe der Berliner Zeitung versucht Richard Wagner die ukrainischen Wahlergebnisse vom letzten Sonntag als Widerspruch zu der von Juri Andruchowytsch geforderten EU-Integration der Ukraine darzustellen. Andruchowytsch hatte in seiner Eröffnungsrede zur Leipziger Buchmesse (pdf) als Reaktion auf eine Aussage von Günter Verheugen1 auf den Anspruch der Ukraine hingewiesen, Teil der Europäischen Union zu sein.

Über seine Klientel verliert Andruchowytsch kein Wort. Nichts darüber, dass in der Ukraine gegensätzliche Meinungen über die angestrebte Zukunft herrschen. Kein Wort davon, dass viele Bewohner sich als Russen verstehen. Ihm erscheint die Opposition vielmehr “frech” und “von Moskau bezahlt”. Kann es nicht sein, dass diese Gruppen bloß andere Vorstellungen und Interessen haben? Die Wahlergebnisse vom Sonntag mit einem sehr hohen Anteil für den pro-russischen Block bilden die Realität leider genauer ab als die intellektuelle Rede.

Es ist wohl wahr, dass die Ukrainer sehr unterschiedliche Vorstellungen von ihrer Zukunft haben. Auch über 15 Jahre nach dem Fall des Eisernern Vorhangs scheint in vielen Köpfen ein Ost-West-Denken vorzuherschen. Aber gerade in einer Integration der Ukraine in die Europäsiche Union besteht doch die historische Chance, dieses Kapitel der Geschichte endgültig abzuschließen. Solange die Ukraine in ihren Nationalgrenzen gefangen ist, wird sie vor der unlösbaren Aufgabe stehen, sich zwischen Ost und West entscheiden zu müssen. Als Teil einer größeren EU hingegen bestünde für die einzelnen Regionen der Ukraine zum ersten Mal die Chance, sich für ihre Anliegen vor einer Europäischen Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen.

Jahrhunderte lang kam Europa nicht zur Ruhe, weil Völker in Grenzen gezwungen wurden, mit denen sie sich nicht identifizieren konnten. Eben das ist ja auch der Grund für all die Konflikte, die Europa auch heute noch belasten – sei es in Transnistrien, im Kosovo, im Baskenland, am Balkan oder in der Ukraine. Diese z.T. fast unlösbaren Konflikte können durch eine EU-Integration und eine Stärlung der Regionen mit einem Schlag entkräftet werden. Daraus folgt unmittelbar die Idiotie der Schaffung neuer Grenzen, egal ob zu den Ex-Sowjetrepubliken, der Türkei oder Nordafrika. Juri Andruchowytsch hatte doch recht!

1 Auf die Frage eines Journalisten nach der Zukunft der EU sagte Verheugen: “In 20 Jahren werden alle europäischen Länder Mitglied der EU sein – mit Ausnahme der Nachfolgestaaten der Sowjetunion, die heute noch nicht in der EU sind.”

[Berliner Zeitung: Wer spricht für die Ukrainer?]

Metroblogging Leopoldstadt: Das neue FLUC (2)

Das neue FLUC
Quelle: fluc.at

Am 1. April ist es soweit! Auf Metroblogging Vienna erinnert uns Michael Zeltner daran, dass am kommenden Samstag das neue FLUC seine Pforten öffnet. Für all jene die nicht solange warten wollen, gibt’s bereits am Freitag eine Präsentation des neuen Veranstaltungsraums.

Bei dieser Gelegenheit auch gleich noch ein bisserl Werbung für eine Veranstaltung, die vom 14. bis zum 17. April im FLUC stattfindet: EAST erh, egg 2006. Partizipieren!

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