{"id":259,"date":"2004-12-20T01:22:17","date_gmt":"2004-12-19T23:22:17","guid":{"rendered":"\/?p=256"},"modified":"2004-12-20T01:22:17","modified_gmt":"2004-12-19T23:22:17","slug":"xorg-server-ausprobieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/old.wienerlloyd.net\/?p=259","title":{"rendered":"X.Org-Server ausprobieren"},"content":{"rendered":"<p>Heute hab&#8217; ich endlich mal die Zeit gefunden, mir den X-Server von X.Org anzusehen. Besonders die Features, die im alten XFree86 nicht verf\u00c3\u00bcgbar sind (Schatten, echte Transparenz, etc.) haben mich interessiert.<\/p>\n<p>Hier eine kurze Anleitung:<\/p>\n<p>Der Einfachheit halber habe ich mir zu diesem Zweck einfach das Live-Linux <a href=\"http:\/\/slax.linux-live.org\/\">SLAX<\/a>, das standardm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig den X.Org-Server verwendet, aus dem Netz gezogen, und auf eine Scheibe gebrannt. Ohne extra Startparameter bootet SLAX in eine Konsole. Dort kann man mit dem Befehl &#8220;gui&#8221; dann X mit einem KDE starten.  Ein Unterschied zum &#8220;alten&#8221; XFree86 4.3 f\u00c3\u00a4llt bereits hier auf: Beim Hinwegziehen eines Fensters \u00c3\u00bcber ein anderes, baut sich das im Hintergrund liegende Fenster wesentlich schneller wieder auf; sprich, das gezogene Fenster zieht keine Spur hinter sich her, wie dies besonders auf langsameren Rechnern fr\u00c3\u00bcher oft der Fall war. Soweit sogut! Bis hierher macht der X.org 6.8 auch einen sehr stabilen und schnellen Eindruck.<\/p>\n<p>Jetzt aber zu den wirklich neuen Features, wie etwa Transparenz: Daf\u00c3\u00bcr muss zuerst die Composite-Extension eingeschalten werden, indem man folgende drei Zeilen in die xorg.conf einf\u00c3\u00bcgt:<\/p>\n<p><code>Section \"Extensions\"<br \/>\nOption \"Composite\" \"Enable\"<br \/>\nEndSection<\/code><\/p>\n<p>Nach einem Neustart des X-Servers kann man nun mit<\/p>\n<p><code>xcompmgr -cfC<\/code><\/p>\n<p>den Composite-Manager starten. Siehe da, auf einmal haben die Fenster einen eleganten Schatten und auch die Men\u00c3\u00bcs &#8220;faden&#8221;. Mit<\/p>\n<p><code>transset NUMBER<\/code><\/p>\n<p>kann man dann noch einzelne Fenster mit einer Transparenz von 0 (undurchsichtig) bis 100 Prozent (unsichtbar) versehen.<\/p>\n<p>Hier ein Screenshot: <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wienerlloyd.net\/wp-images\/xorg.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wienerlloyd.net\/wp-images\/xorg_small.png\" alt=\"X.Org\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aussehen tut&#8217;s gut! Allerdings muss auch dazugesagt werden, dass der Composite-Manager die Performance des X-Servers gef\u00c3\u00bchlsm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig mehr als halbiert. Au\u00c3\u0178erdem hat der xcompmgr eine gewisse Tendenz zum segfaulten!<\/p>\n<p>Fazit: Der X.Org 6.8 allein ist mit Sicherheit schon stabil genug, um in die Linux-Distros Einzug zu finden. Die neuen Features brauchen aber auf jeden Fall noch etwas Zeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute hab&#8217; ich endlich mal die Zeit gefunden, mir den X-Server von X.Org anzusehen. 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